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Öffentliche Angebote

Kostenlose KI-Beratung: 4 öffentliche Angebote (Stand Oktober 2026)

Mehrere öffentliche Stellen beraten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu Künstlicher Intelligenz (KI), ohne Kosten oder vergünstigt. Diese Seite zeigt die Angebote und ihre Bedingungen.

Die Stellen beraten selbst. Einen Zuschuss für eine frei gewählte Beratung zahlen sie nicht. Für Zuschüsse zu einer eigenen Beratung lesen Sie die Übersicht Förderung für KI-Beratung.

Kostenfreie oder vergünstigte Angebote

Öffentliche Stellen, die selbst beraten und schulen. Status und Prüfdatum stehen auf der Karte.

European Digital Innovation Hubs (EDIH)

Die EU-Kommission nennt 16 EDIHs in Deutschland. Sie unterstützen vor allem KMU, Start-ups und Verwaltungen bei der digitalen Transformation. Zu den Leistungen gehören Testen vor dem Investieren, Schulungen, Hilfe bei der Suche nach Förderung und Vernetzung.

Seit Anfang 2026 läuft das Netzwerk in seiner zweiten Laufzeit. Ein Schwerpunkt liegt auf KI. Laut EU-Kommission haben alle deutschen EDIHs Angebote zu KI.

  • Kosten: Jeder Hub legt seine Preise selbst fest. Leistungen sind kostenfrei oder vergünstigt.
  • Beihilfe: Der Vorteil für Ihr Unternehmen zählt als Beihilfe. Für KMU gilt eine Grenze von 200.000 Euro in drei Jahren. Die Grenze gilt für alle EDIHs zusammen, auch im Ausland.
  • Mid-Caps: Unternehmen über der KMU-Grenze fallen nicht unter diese Regel. Für sie kommt die De-minimis-Regel in Frage.
  • Berater: Die EDIHs bieten eigene Leistungen an. Eine Beratung Ihrer Wahl bezahlen sie nicht.

Zukunftszentren

Die Zukunftszentren beraten KMU und Beschäftigte zum digitalen Wandel. Ein Thema ist die Einführung von KI-Systemen, bei der die Beschäftigten mitwirken. Das Programm fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus.

  • Kosten: Laut ihrer Website sind die Beratungs- und Qualifizierungsangebote kostenfrei.
  • Umfang: Eine vertiefte Beratung dauert höchstens zehn Tage. Sie soll nach höchstens zwölf Monaten enden.
  • Beihilfe: Ein Beratungstag hat einen Wert von 1.000 Euro. Dieser Wert zählt als De-minimis-Beihilfe.
  • Laufzeit: Die Förderrichtlinie gilt bis 31.12.2028.
  • Berater: Eine selbst gewählte Beratung fördert das Programm nicht.

Mittelstand-Digital Zentren: Netzwerk im Wandel

Das Netzwerk wird zum Jahreswechsel 2026/2027 neu aufgestellt. Deshalb steht das Angebot in einem eigenen Abschnitt.

Mittelstand-Digital Zentren

Die Mittelstand-Digital Zentren unterstützen KMU bei der digitalen Transformation. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert sie. Der Ansatz ist laut BMWE anbieterneutral: Die Zentren bevorzugen keine bestimmten Hersteller oder Anbieter.

  • Kosten bis Ende 2026: Laut mittelstand-digital.de ist das gesamte Angebot kostenfrei (Beitrag vom 19.10.2026).
  • Berater: Die Zentren bezahlen keine externe Beratung für Sie.

Änderung zum Jahresende 2026

Die Förderung der bisherigen Zentren endet schrittweise bis Ende Dezember 2026. Ab 2027 soll ein neues bundesweites Netzwerk entstehen. Geplant sind zunächst sechs regionale Zentren für je mindestens zwei Länder. Dazu kommen Zentren für einzelne Branchen oder Themen.

Für das neue Netzwerk gelten laut Förderbekanntmachung diese Regeln:

  • Themen: Alle Zentren decken Digitalisierung, KI-Nutzung sowie IT- und Cybersicherheit ab.
  • Kosten: Die Angebote sind für KMU kostenfrei. Kursgebühren dürfen die Zentren nicht verlangen.
  • Antrag: Vor der Leistung stellen Sie beim Zentrum einen schriftlichen Antrag. Der Wert der Leistung zählt als Beihilfe.
  • Träger: Nur öffentliche oder nicht gewinnorientierte Einrichtungen, zum Beispiel Hochschulen, Kammern und Verbände.

Laut mittelstand-digital.de starten im Januar 2027 die ersten fünf regionalen Zentren: Ost, Nord-West-Mitte, West, Süd-Ost-Mitte und Süd-West. Das Zentrum Nord-Ost startet voraussichtlich im März 2027. Bis Mitte 2027 sollen voraussichtlich elf Zentren für Branchen und Themen folgen. Das Angebot bleibt laut diesem Beitrag kostenfrei und anbieterneutral (Stand 19.10.2026).

Stand dieser Angaben: 17.10.2026. Wir prüfen sie bis spätestens 31.12.2026.

Kostenfreie Vorprüfung bei Förderprogrammen der Länder

Diese Angebote prüfen vorab, ob ein Förderprogramm zu Ihrem Vorhaben passt. Die Prüfung ist kostenlos. Die Förderung selbst ist ein Zuschuss oder Darlehen mit eigenen Bedingungen.

Baden-Württemberg: KI-Check der L-Bank

Die L-Bank bietet einen kostenlosen KI-Check an. Er klärt, ob ein Vorhaben die Bedingungen der Förderstufe 3b (KI-Digitalisierung) erfüllt. Die Finanzierung selbst ist ein Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss über die Hausbank.

Brandenburg: Beratung der WFBB vor dem Antrag auf BIG-Digital

Wer den Innovationsgutschein BIG-Digital beantragt, lässt sich vorher bei der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB) beraten. Diese Beratung ist kostenlos. Die Bestätigung der Beratung gehört zum Antrag.

Öffentlich organisiert, aber kostenpflichtig

Bayern: KI-Transfer Plus

KI-Transfer Plus ist ein Programm des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales. Bayern Innovativ koordiniert es. Es ist nicht kostenlos.

  • Inhalt: In neun Monaten entwickeln Unternehmen eine KI-Strategie und setzen einen eigenen Anwendungsfall um.
  • Kosten: Die Teilnahme kostet 29.000 Euro netto.
  • Begleitung: Acht KI-Regionalzentren an bayerischen Hochschulen.
  • Zielgruppe: Mittelständische Unternehmen nach deutschem Verständnis, nicht nach der EU-Definition.
  • Nächster Start: April 2027.

Gut zu wissen

  • Kostenlos heißt nicht ohne Gegenwert. Bei EDIH und Zukunftszentren zählt der Vorteil als staatliche Beihilfe. Für Beihilfen gelten Obergrenzen. Bei den Zukunftszentren ist es die De-minimis-Grenze von 300.000 Euro in drei Jahren.
  • Keine freie Beraterwahl. Die Stellen beraten selbst. Für eine Beratung durch ein Unternehmen Ihrer Wahl gibt es eigene Programme, zum Beispiel INQA-Coaching.
  • Für den Einstieg. Die Angebote helfen bei Orientierung und ersten Schritten. Für den Bau und Betrieb einer Lösung brauchen Sie meist einen Dienstleister.

Hinweis

Unabhängiges Verzeichnis. Keine Verbindung zu BAFA, BMAS oder Förderstellen. Förderfähigkeit im Einzelfall prüfen.

Alle Angaben stammen aus den verlinkten Quellen der Fördergeber. Stand: .