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Schwerpunkt KI-Strategie & Roadmap: 451 KI-Berater (Stand Oktober 2026)

Beratungsunternehmen für Künstliche Intelligenz (KI) mit dem Schwerpunkt KI-Strategie & Roadmap. Der Atlas führt 451 Einträge aus 16 Bundesländern.

  • 451 Einträge
  • 16 Bundesländer
  • 31 nennen ein Förderprogramm

Eine KI-Strategie legt fest, wofür Ihr Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) einsetzt, mit welchen Daten und nach welchen Regeln. Unter der Liste der Firmen finden Sie eine Anleitung in acht Schritten und eine Vorlage.

Alle 451 Einträge

Sortiert nach Bundesland, Stadt und Name.

KI-Strategie entwickeln: so gehen Sie vor

Eine KI-Strategie legt die übergeordneten Ziele aller KI-Anwendungen im Unternehmen fest. Sie sollte zur allgemeinen Unternehmensstrategie passen. So beschreibt es die Plattform Lernende Systeme. Die acht Schritte unten fassen Leitfäden von Mittelstand-Digital, der Plattform Lernende Systeme und des Fraunhofer IML zusammen.

1. Ziele festlegen

KI ist kein Selbstzweck. Klären Sie vor dem ersten Projekt, welchen konkreten Mehrwert KI bringen soll. Legen Sie für jedes Ziel eine Kennzahl fest, an der Sie den Erfolg messen. Der Mittelstand-Digital-Leitfaden empfiehlt, das Projektziel nach den SMART-Kriterien festzulegen. SMART steht zum Beispiel für spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert.

2. Bestand aufnehmen

Erfassen Sie Ihre wichtigsten Prozesse, IT-Systeme und Daten. Bewerten Sie, welche Daten es gibt und wie gut sie sind. Viele Unternehmen starten laut Mittelstand-Digital Zentrum Bau mit KI, ohne vorher ihre IT- und Dateninfrastruktur zu prüfen. Das kann zu Unsicherheiten führen.

3. Anwendungsfälle sammeln und auswählen

Sammeln Sie mögliche Anwendungsfälle in allen Kernbereichen. Gut geeignet sind Routineaufgaben und Bereiche, in denen schon gute Daten vorliegen. Bewerten Sie Nutzen und Aufwand, zum Beispiel mit einer Nutzen-Aufwand-Matrix. Rechnen Sie den erwarteten Nutzen realistisch.

4. Daten und Technik klären

KI braucht repräsentative, korrekte und ausreichend viele Daten. Prüfen Sie je Anwendungsfall, ob Historie, Detailgrad und Qualität der Daten genügen. Entscheiden Sie dann, ob Sie selbst entwickeln oder eine fertige Lösung kaufen. Der Mittelstand-Digital-Leitfaden rät: Betrifft die Lösung das Kerngeschäft, ist meist eine Eigenentwicklung sinnvoll. Fehlen Ihnen dafür die Kompetenzen, empfiehlt er externe Dienstleister. Laut Plattform Lernende Systeme sind fertige KI-Dienste gerade für kleinere Firmen attraktiv.

5. Regeln und Zuständigkeiten festlegen

Benennen Sie eine Person für die Projektleitung. Legen Sie früh Regeln für Datenschutz und Datensicherheit fest. Binden Sie Datenschutz, IT-Sicherheit und Betriebsrat früh ein. Prüfen Sie auch, welche Pflichten aus der KI-Verordnung für Ihre Anwendungen gelten. Einen Überblick gibt die Seite KI-Governance, Datenschutz und AI Act.

6. Kompetenzen aufbauen

KI-Kompetenz entsteht in einem langfristigen Prozess, nicht in einer einzelnen Schulung. Binden Sie die Beschäftigten von Anfang an ein. Artikel 4 der KI-Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zu Maßnahmen, die die KI-Kompetenz ihres Personals unterstützen. Die Pflicht gilt seit dem 2. Februar 2025, in einer milderen Fassung seit dem 27. Juli 2026. Ein bestimmtes Kompetenzniveau müssen Sie nicht garantieren. Anbieter finden Sie unter KI-Schulung für Unternehmen.

7. Mit einem Pilot starten

Beginnen Sie klein, aber mit Strukturen, die wachsen können. Wählen Sie dafür einen abgegrenzten Teilprozess. Laut Fraunhofer IML verarbeitet in der Logistik ein erstes einfaches Produkt oft schon nach acht bis zwölf Wochen echte Daten. Voraussetzung ist eine geprüfte Datenbasis. Firmen mit wenig Digitalisierung und ohne KI-Erfahrung brauchen mehr Zeit: Für ihr erstes Datenprodukt nennt die Plattform Lernende Systeme etwa sechs bis zwölf Monate.

8. Messen und ausweiten

Vereinbaren Sie vor dem Start messbare Zielgrößen. Vergleichen Sie danach den Ist- und den Sollzustand. Erst wenn der Pilot seine Kennzahlen erreicht, weiten Sie ihn schrittweise aus. KI-Modelle brauchen laufende Pflege, weil sich die Bedingungen im Betrieb ändern.

Vorlage: KI-Strategie auf einer Seite

Übertragen Sie die Tabelle in Ihr eigenes Dokument und füllen Sie die rechte Spalte aus.

BausteinLeitfrageErgebnis
ZieleWas soll KI im Betrieb erreichen? Woran messen wir den Erfolg?Zwei bis drei Ziele mit Kennzahl
BestandWelche Prozesse, Systeme und Daten haben wir?Liste der Prozesse und Datenquellen
AnwendungsfälleWelche Aufgaben eignen sich? Welche gehen wir zuerst an?Liste nach Nutzen und Aufwand
Daten und TechnikReichen unsere Daten? Entwickeln wir selbst oder kaufen wir?Entscheidung je Anwendungsfall
RegelnWer leitet? Welche Daten dürfen in welche Tools? Wer prüft den Datenschutz?Projektleitung und interne KI-Richtlinie
KompetenzenWer braucht welches Wissen?Schulungsplan und festgehaltene Maßnahmen
PilotWelcher Teilprozess? Wie lange?Pilot mit Start, Ende und Zielgröße
Messen und ausweitenWelche Kennzahlen gelten? Wann weiten wir aus?Entscheidung zur Ausweitung

KI-Strategie im Unternehmen und KI-Strategie des Bundes

Die KI-Strategie der Bundesregierung stammt von 2018 und wurde 2020 fortgeschrieben. Im Sommer 2025 beschloss die Bundesregierung die Hightech Agenda Deutschland. Ihre KI-Roadmap nennt ein Ziel der Bundesregierung: Bis 2030 sollen 10 Prozent der Wirtschaftsleistung KI-basiert entstehen. Eine KI-Strategie im Unternehmen legt dagegen fest, wofür der eigene Betrieb KI nutzt.

Zwei Zahlen und eine Norm zur Einordnung:

  • Verbreitung: 2025 nutzten laut Statistischem Bundesamt 26 Prozent der Unternehmen ab 10 Beschäftigten KI. Bei kleinen Unternehmen waren es 23 Prozent, bei großen 57 Prozent.
  • Norm: Die ISO/IEC 42001:2023 legt Anforderungen an ein KI-Managementsystem fest. Sie richtet sich an Organisationen jeder Größe, die KI-basierte Produkte oder Dienste entwickeln, anbieten oder nutzen.

Wann externe Beratung hilft

Die Firmen in der Liste oben haben im Atlas den Schwerpunkt KI-Strategie und Roadmap. Eine Beratung kann bei der Auswahl der Anwendungsfälle und beim Plan helfen. Für eine konzeptionelle Beratung zu Fragen der Unternehmensführung kommt die BAFA-Förderung in Frage. Die Richtlinie gilt für Anträge bis zum 31.12.2026. Wie Sie eine passende Firma auswählen, erklärt der Ratgeber KI-Berater finden.

Quellen

Quellen der Abschnitte oben. Alle Quellen haben wir am angegebenen Tag aufgerufen.

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